Unterbringung von Flüchtlingen in den WIR-Unternehmen

Seit mehr als einem Jahr hält die Wohnungswirtschaft die starke Zuwanderung von Flüchtlingen insbesondere aus dem Nahen und Mittleren Osten sowie aus dem Norden Afrikas in Atem. Zeitweise kamen an einem Tag so viele Menschen nach Deutschland, wie üblicherweise in einem Monat. Nach der medizinischen Erstversorgung und der Versorgung mit Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs ist die Unterbringung der Menschen eine bedeutende Aufgabe. Die kommunalen Wohnungsunternehmen im Ruhrgebiet haben ihre Kommunen bereits im Jahr 2015 durch Bereitstellung und Herrichtung von Wohnraum (oftmals auch) innerhalb kürzester Zeit unterstützt. Auch künftig gilt es, aufgrund der weiter fortschreitenden Zuwanderung den Kommunen bei der Unterbringung und Integration der Menschen behilflich zu sein.

 

Neue Heimat an der Ruhr

Strategien zur Unterbringung von Flüchtlingen

Die kommunalen Wohnungsunternehmen setzen das gesamte wohnungswirtschaftliche Instrumentarium der Bestands- und Standortentwicklung ein, um die Aufgabe der Flüchtlingsunterbringung voran zu bringen, d.h. sie bauen neue Unterkünfte und betreiben „Flächenrecycling“, sie qualifizieren und erweitern Bestände oder bauen (Nicht-) Wohngebäude zu Unterkünften um. Die kommunalen Wohnungsunternehmen an der Ruhr verfolgen, je nach den örtlichen Gegebenheiten und Erfordernissen, teils ähnliche, teils auch unterschiedliche Strategien. Einen Überblick dazu bietet eine Studie, die InWIS Forschung & Beratung GmbH im Auftrag des Vereins WIR – Wohnen im Revier e.V. erarbeitet hat. Informationen zu den einzelnen Unternehmen erhalten Sie auch unter folgenden Links:

 

  • Kooperation mit Kommune und Wohlfahrtsverbänden bei der Unterbringung und Integration - Allbau AG
  • Neue Mehrfamilienhäuser für Flüchtlinge in Bottrop - GBB mbH
  • Breiter Strategiemix: Flüchtlingsunterbringung und -integration in Duisburg - GEBAG
  • Neubau einer Erstaufnahmeeinrichtung und Unterbringung im Bestand in Gelsenkirchen - ggw: mbH
  • Integration in den Wohnungsbestand in Gladbeck - GWG mbH
  • Hagen: Herrichtung von Bestandswohnungen zur langfristigen Integration von Flüchtlingen - ha.ge.we
  • Umwidmung von gewerblichen Objekten zur Unterbringung von Flüchtlingen in Herne - HGW mbH
  • Zentrale und dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen in Witten - SGW mbH
  • Integrationslotsen: Konkrete Begleitung beim Start in ein neues Leben in Mülheim an der Ruhr - SWB-Service GmbH
  • Soziale Mieterbetreuung aus Erfahrung in Marl - neuma
  • Qualifizierung des Wohnungsbestandes - UKBS
  • Strategiemix: modularer Neubau und Bestandsentwicklung für Flüchtlinge in Bochum - VBW GmbH

Vor dem Hintergrund der aktuellen Dynamik der Zuwanderung hat WIR Wohnen im Revier e.V. das Bochumer Beratungsunternehmen InWIS Forschung & Beratung GmbH mit einer Studie zur Unterbringung und Integration von Flüchtlingen beauftragt. Wie die Unterbringung und Integration erfolgreich umgesetzt werden kann, wo bereits bewährte Strategien für die Unterbringung oder gegebenenfalls Hemmnisse und Optimierungsbedarf bestehen, können Sie der Studie entnehmen.

Studie Neue Heimat an der Ruhr (pdf)


WIR organisiert den regionalen Austausch

Ergänzend zu der o.g. Studie hat WIR – Wohnen im Revier e.V. am 15. April 2016 im Literaturhaus in Herne eine Fachveranstaltung unter dem Titel "Mehr als ein Schlafplatz! Flüchtlingsintegration im Ruhrgebiet 2016. WIR machen was" durchgeführt. Unter reger Beteiligung der Kommunen und der Wohnungswirtschaft wurden Strategien diskutiert und Möglichkeiten aufgezeigt. Für weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier eine Pressemitteilung.