Pünktlich zum Ende der Sommerferien können die Arbeiten zum Umbau der Gebäude Caubstraße zu einer Grundschule zum Abschluss gebracht werden.

Durch die Umnutzung der vormals als Wohnstandort genutzten ggw-Liegenschaften ist es gelungen, sehr kurzfristig Primarschulplätze für die Stadt Gelsenkirchen bereitzustellen und darüber hinaus auch Ausweichmöglichkeiten für die Zeit des Um- und Ausbaus der Grundschule Kurt-Schumacher-Straße zu schaffen. Die ersten Schulkinder haben ihre Schule direkt nach den Sommerferien erobert.

Rückblick

Nach Jahren rückläufiger Zahlen hat sich die demografische Situation im Primarschulbereich seit dem Jahr 2015/2016 erheblich gewandelt. Der Bedarf an Schulplätzen steigt, auch für die nächsten Jahre sind zunehmende Schulkinder zu erwarten. Die gelsenkirchener gemeinnützige wohnungsbaugesellschaft (ggw) hat in diesem Zuge frühzeitig angeboten, sich aktiv am anstehenden Ausbauprogramm der Stadt Gelsenkirchen zu beteiligen.

Die Suche nach geeigneten, kurzfristig verfügbaren Standorten, die darüber hinaus auch einen räumlichen Bezug zu den Bezirken mit den höchsten Zuwachsraten aufweisen, erwies sich als ein schwieriges Unterfangen. Im Spannungsfeld zwischen dem Risiko eines partiell nicht ausreichenden Angebots an Schulplätzen und der Schaffung adäquater und bezahlbarer Lösungen gestaltet sich nicht nur die Standortakquise, sondern auch die bauliche Realisierung als äußerst anspruchsvoll.

Bei der Caubstraße 25/25a handelt es sich um eine im Eigentum der ggw befindliche ehemalige Hauptschule, die Anfang der 90er Jahre im Zuge eines Förderprogramms zu Wohnraum umgebaut wurde.

Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin Karin Welge: „Ich möchte mich ausdrücklich bei der ggw bedanken, die es geschafft hat, uns in so kurzer Zeit den dringend benötigten Schulraum zur Verfügung zu stellen. Bei den rasant wachsenden Schülerzahlen bleibt uns auch nur wenig Zeit, um allen Kindern in unserer Stadt eine gute Bildungsumgebung bieten zu können. Parallel arbeiten wir gemeinsam mit der ggw ja auch an unserer Neubauoffensive. Den Schülerinnen und Schülern wünsche ich eine schöne Zeit und gutes erfolgreiches Lernen an diesem Standort.“

„Die ggw kommt ihren gemeinnützigen Zielen nach und stellt neuen Schulraum für Gelsenkirchen zur Verfügung. Damit tragen wir einen Teil dazu bei, dass Schülerinnen und Schüler auch in Zukunft in Schulklassen lernen könne, deren Größen zum Lernerfolg beitragen. Mein Dank gilt dem Team der ggw, das erneut einen sehr ambitionierten Zeitplan einhalten konnte.“, teilt Aufsichtsratsvorsitzender Lukas Günther erfreut mit.

„Mit dem Umbau der nicht mehr zeitgemäßen Gebäude konnten wir für die GGS Kurt-Schumacher-Straße 148 übergangsweise einen Ausweichstandort schaffen, der eine gute Betreuung der Schulkinder ermöglicht.“, erklärt Harald Förster (Geschäftsführer der ggw) und erläutert weiter „Der Standort weist aus Sicht der ggw eine gute Eignung als Ausweichmöglichkeit auf; zum einen, da sich die Gemeinschaftsgrundschule Kurt-Schumacher-Straße in unmittelbarer Nähe, ca. 200-250 m Luftlinie, befindet, zum anderen, da die bauliche Ausgangssituation angesichts der ehemaligen schulischen Nutzung einen zügigen Umbau ermöglicht hat. Außerdem bietet der Standort den zusätzlichen Vorteil, dass bereits eine Einfeldsporthalle vorhanden ist.“

Die vorläufig geplante Nutzungsdauer wird sich voraussichtlich auf ca. drei Jahre erstrecken, bis die Ergänzungsbauten an der GGS Kurt-Schumacher-Straße verfügbar sind.

Ausblick

Nach einer nur sehr kurzen Umbauzeit, kann die Schule nun an die Stadt Gelsenkirchen übergeben werden.

Insgesamt realisiert wurden acht Klassenräume, vier Mehrzweckräume sowie vier Gruppenräume. Darüber hinaus wird der Schulhof neugestaltet, hierbei soll auch bereits der Anteil der versiegelten Flächen verringert werden. Die abschließenden Arbeiten auf dem Schulhof finden voraussichtlich in den Herbstferien statt, um einen störungsfreien Betrieb der Grundschule gewährleisten zu können.

Des Weiteren wurden die Sanitäranlagen komplett neu erstellt, Fenster zum Teil – sofern veraltet – ausgetauscht und dezentrale Lüftungsanlagen in die Räume eingebaut. Weiterhin erfolgte eine Erneuerung der Elektroanlagen sowie eine brandschutztechnische Ertüchtigung des Gebäudes u. a. durch Ersatz der Türen durch Brandschutztüren.

Neben der standardmäßigen Boden- und Malerarbeiten erfolgte außerdem die notwendige Sicherstellung von barrierefreien Zugängen. Beheizt wird die Schule durch die vorhandene Gaszentralheizung.

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie wurden alle Klassenräume mit einer Lüftungsanlage ausgestattet. Diese Anlagen sind in der Lage, die Luftmengen in den Klassenräumen bis zu sechs Mal in der Stunde vollständig auswechseln. Das Dauerlüften in den Klassenräumen durch die Öffnung der Fenster ist nicht erforderlich. So haben alle Schülerinnen und Schüler ausreichend Ruhe und frische Luft zum Lernen.

Kenndaten:
  • Stadtteil: Schalke-Nord
  • Gesamtinvestition: 3,35 Mio €
  • Nutzfläche: 2.110 m²
  • Anzahl Klassenzimmer: 8
  • Anzahl der Mehrzweckräume: 4
  • Anzahl der Gruppenräume: 4
  • vorhandene Gaszentralheizung
  • Bauherr: gelsenkirchener gemeinnützige wohnungsbaugesellschaft mbh

Kontaktdaten:
Maximilian Pledl
Darler Heide 100
45891 Gelsenkirchen

Tel.: 0209/706-1047
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