Gebag-Geschäftsführer Bernd Wortmeyer (li) hat gut lachen. Gemeinsam mit Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link konnte er wie schon im Vorjahr positive Nachrichten zur wirtschaftlichen Lage der Duisburger Wohnungsbaugesellschaft verkünden.Gebag-Geschäftsführer Bernd Wortmeyer (li) hat gut lachen. Gemeinsam mit Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link konnte er wie schon im Vorjahr positive Nachrichten zur wirtschaftlichen Lage der Duisburger Wohnungsbaugesellschaft verkünden.Gute Nachrichten verkündeten Gebag-Geschäftsführer Bernd Wortmeyer und Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link gemeinsam bei der diesjährigen Bilanzpressekonferenz der Duisburger Wohnungsgesellschaft Gebag. Mit einem Jahresüberschuss von 3,8 Millionen Euro schließt das kommunale Unternehmen das Jahr 2016 erwartungsgemäß erfolgreich mit einem Überschuss ab. Die Gebag bestätigt damit den 2014 eingeschlagenen Kurs, der den Focus auf das Kerngeschäft "Wohnen" setzt. Die Eigenkapitalquote der GEBAG ist im Branchenvergleich immer noch sehr gering, liegt zum Jahresende aber immerhin schon bei 8,2 Prozent also 0,5 Prozentpunkte besser als im Vorjahr und 1,7 Prozent besser als in 2014 (6,5 Prozent).

Kerngeschäft Wohnen

Im Jahr 2016 hat es die Gebag erneut geschafft, Leerstände abzubauen. Von den aktuell etwas mehr als 12.000 Wohnungen standen zum Ende des vergangenen Jahres nur noch 658 leer – das ergibt eine Leerstandquote von 5,45 Prozent. Im Dezember 2014 standen bei der Gebag noch 993 Wohnungen leer. Zum Vergleich: Der Leerstand in Gesamtduisburg lag Ende 2015, das ist die aktuellste Zahl, bei 4,7 Prozent. Allerdings sind hier nur Leerstände, ab dem dritten Leerstandsmonat erfasst, während die Gebag alle ihre leeren Wohnungen zum Stichtag aufführt – auch die 371 (3,1 Prozent) Wohnungen, die zum 31. Dezember 2016 absichtlich leer standen, weil sie modernisiert werden sollen. Auch aktuell in 2017 geht der Leerstand kontinuierlich weiter zurück.

Bernd Wortmeyer führt die verbesserte Quote vor allem auf das große Engagement der Gebag bei der Modernisierung ihrer Wohnungen zurück. "Nachdem die Gebag jahrelang ihren Bestand vernachlässigt hat, waren die Wohnungen zum Teil in einem schlecht vermietbaren Zustand", so Wortmeyer. "Wir haben 2016 fast 23 Millionen Euro in die Modernisierung unseres Bestandes gesteckt und das zahlt sich natürlich aus – sowohl bei der Vermietung als auch im Stadtbild von Duisburg." 6,8 Millionen Euro davon investierte die Gebag dabei in die Aufwertung und den Umbau von 305 Wohnungen. Der Rest floss in Aus- und Umbaumaßnahmen und energetische Verbesserungen der Gebäude selber und in die Außenanlagen.
Insgesamt lagen die Investitionen der Gebag in 2016 bei rund 34,7 Millionen Euro. Rund 11,8 Millionen Euro investierte das Unternehmen dabei in den Neubau von Mietwohnungen, die die Gebag auch langfristig im eigenen Besitz behalten will.

Neue Wohnungen für Duisburg

In 2016 hat die Gebag drei Neubauvorhaben begonnen: 15 Wohnungen wurden im Dellviertel an der Reitbahn für ein Senioren Wohnprojekt errichtet. Die Wohnungen sind an den Verein "Gemeinsam leben" vermietet, der das neue Gebäude auch gerade bezogen hat. In Rheinhausen hat die Gebag an zwei Standorten mit dem Bau von 79 überwiegend öffentlich geförderten Wohnungen begonnen. Insgesamt befinden sich aktuell sechs Projekte im Bau. 164 neue und bezahlbare Gebag Wohnungen sind in Arbeit und 250 werden zusätzlich noch in diesem Jahr begonnen und sollen bis 2018 fertig sein. Auf der technischen Agenda stehen außerdem aktuell der Um- und Ausbau von vier Kindergärten, die Errichtung eigener Gebag-Außenbüros und der Abriss von drei Schulgebäuden und einem Hochbunker. An Arbeit mangelt es den 148 Gebag-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den 11 Auszubildenden also nicht.
Duisburg Oberbürgermeister Sören Link freut sich über die Entwicklung: "Die Gebag unterstützt Duisburg durch energetische Bestandsmodernisierungen und durch Neubaumaßnahmen – vor allem auch im Bereich des sozialen Wohnungsbaus. Sie kann das jetzt auch wieder tun, weil sie auf wirtschaftlich stabileren Füßen steht."

Wohnbauflächenentwicklung

Die Gebag wurde von der Stadt Duisburg auch mit der Entwicklung von Grundstücken zu baureifen Flächen beauftragt, darunter das Gebiet "Am alten Angerbach" und das Mercatorviertel, aber auch ehemalige Schulgrundstücke und weitere Flächen, die im Duisburger Stadtentwicklungskonzept Duisburg 2027 für Wohnen vorgesehen sind. Insgesamt hat die Gebag damit Flächen in der Gesamtgröße von 100 Hektar in der Entwicklung. Darin enthalten ist das rund 60 Hektar große ehemalige Bahngelände "Wedau Süd", das die Gebag in Kooperation mit der Bahnentwicklungsgesellschaft (BEG) und der DB Immobilien entwickelt. Mit diesen Flächen wird die Gebag auch im Oktober wieder auf der Expo Real in München vertreten sein.

Fazit

"Die Gebag arbeitet mit an der Zukunft Duisburgs, denn die Nachfrage nach wertigem und bezahlbarem Mietwohnraum wird steigen", ist sich Sören Link sicher. "Mit der Wohnbauflächenentwicklung ermöglicht sie Investitionen Dritter und sichert dabei für die Stadt Duisburg die städtebaulichen Qualitäten - zum Beispiel bei so wichtigen Flächen wie dem Mercatorviertel oder Am alten Angerbach. So verfügt die Stadt mit der Gebag über ein wichtiges Instrument für eine gelungene Stadtentwicklung."
Bernd Wortmeyer zieht ein positives Fazit des Jahres. "Wir haben den 2015 eingeschlagenen Kurs konsequent und erfolgreich weiter fortgesetzt. Dafür möchte ich mich auch bei meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedanken. Wir blicken mit vielen neuen Aufgaben, die die Gebag auch für die Stadt Duisburg erledigen wird, sehr zuversichtlich in die Zukunft."